Kapitel 6
Vor Jahren war es passiert, Luca lachte leise vor sich hin, halb vor Unglauben, halb vor Faszination von dem, was damals passierte.
Als er klein war, lebte er in einem Waisenhaus am Rande einer kleinen Stadt. Es war sehr trostlos, obwohl sich die Erzieher mit den Kindern immer viel Mühe gegeben haben. Aber Luca spürte, dass es nur ein Job war, den sie ausübten, es waren eben nicht seine Eltern. Zu dieser Zeit, er war vielleicht 6 Jahre, sah er bei einem Spaziergang ein mannshohes Plakat. Gaukler und Spielleute fanden sich auf dem Marktplatz ein.
Luca goss sich noch etwas Kaffee ein und legte trocknendes Feuerholz in die Flammen.
Er bat die Erzieher darum, dass sie hingehen konnten. Sie verneinten. Mit traurigem Blick trottete er mit den anderen zum Heim zurück. Pascal, einer seiner wenigen Freunde, tippte ihn auf die Schultern. Luca sah das Leuchten in den Augen seines Freundes.
„Ich habe einen Plan“ zischte er leise zu Luca hin. Verwundert und doch überrascht schwiegen die beiden Jungs den ganzen Weg.
Im großen Spielraum des Heimes waren zur Westseite die Waschräume angebaut worden. Die Erzieher achteten peinlich darauf, dass die Jungen und Mädchen immer wieder kamen, doch heute war etwas anders. Im Garten des Heimes schoss wie aus dem Springbrunnen eine Wasserfontäne hervor. Alle Kinder juchzten und schrieen vor Freude. Die große Menge lief raus, die Kinder rissen sich die Sachen von den Leibern und vergaßen für einen Moment ihr trauriges und einsames Schicksal. Sie spielten, rannten voller Freude an diesem Spätsommertag durch das Wasser.
Fred, einer der Erzieher, wollte einschreiten und die Kinder zurück in das Haus holen, doch Luca nahm seine Hand und hielt hin sanft aber doch mit Bestimmtheit fest. Fragend sah Fred den kleinen Luca an, der ohne Worte leicht mit dem Kopf schüttelte. Bitte lass uns heute hier spielen und alles andere vergessen, bitte …
Nur Pascal stand in der Ecke und grinste. Immer mehr Erzieher kamen runter, diskutierten leise, griffen aber nicht ein. Sie setzten sich auf die Treppe, die zum Garten führte. Luca blickte endlich zu seinem Freund hin, der mit einer leichten, kaum zu sehenden Armbewegung in Richtung Waschräume zeigte. Beide verstanden einander und liefen in den Raum. Keiner der Erzieher vermisste sie und das Abenteuer ihres Lebens konnte beginnen.
Das Fenster war schnell geöffnet, der Weg in die Freiheit wurde nur noch von einem halbhohen Holzzaun versperrt. Beim Herüberklettern riss sich Luca an der linken Hand die Haut auf. Er bemerkte es nicht.
Als er klein war, lebte er in einem Waisenhaus am Rande einer kleinen Stadt. Es war sehr trostlos, obwohl sich die Erzieher mit den Kindern immer viel Mühe gegeben haben. Aber Luca spürte, dass es nur ein Job war, den sie ausübten, es waren eben nicht seine Eltern. Zu dieser Zeit, er war vielleicht 6 Jahre, sah er bei einem Spaziergang ein mannshohes Plakat. Gaukler und Spielleute fanden sich auf dem Marktplatz ein.
Luca goss sich noch etwas Kaffee ein und legte trocknendes Feuerholz in die Flammen.
Er bat die Erzieher darum, dass sie hingehen konnten. Sie verneinten. Mit traurigem Blick trottete er mit den anderen zum Heim zurück. Pascal, einer seiner wenigen Freunde, tippte ihn auf die Schultern. Luca sah das Leuchten in den Augen seines Freundes.
„Ich habe einen Plan“ zischte er leise zu Luca hin. Verwundert und doch überrascht schwiegen die beiden Jungs den ganzen Weg.
Im großen Spielraum des Heimes waren zur Westseite die Waschräume angebaut worden. Die Erzieher achteten peinlich darauf, dass die Jungen und Mädchen immer wieder kamen, doch heute war etwas anders. Im Garten des Heimes schoss wie aus dem Springbrunnen eine Wasserfontäne hervor. Alle Kinder juchzten und schrieen vor Freude. Die große Menge lief raus, die Kinder rissen sich die Sachen von den Leibern und vergaßen für einen Moment ihr trauriges und einsames Schicksal. Sie spielten, rannten voller Freude an diesem Spätsommertag durch das Wasser.
Fred, einer der Erzieher, wollte einschreiten und die Kinder zurück in das Haus holen, doch Luca nahm seine Hand und hielt hin sanft aber doch mit Bestimmtheit fest. Fragend sah Fred den kleinen Luca an, der ohne Worte leicht mit dem Kopf schüttelte. Bitte lass uns heute hier spielen und alles andere vergessen, bitte …
Nur Pascal stand in der Ecke und grinste. Immer mehr Erzieher kamen runter, diskutierten leise, griffen aber nicht ein. Sie setzten sich auf die Treppe, die zum Garten führte. Luca blickte endlich zu seinem Freund hin, der mit einer leichten, kaum zu sehenden Armbewegung in Richtung Waschräume zeigte. Beide verstanden einander und liefen in den Raum. Keiner der Erzieher vermisste sie und das Abenteuer ihres Lebens konnte beginnen.
Das Fenster war schnell geöffnet, der Weg in die Freiheit wurde nur noch von einem halbhohen Holzzaun versperrt. Beim Herüberklettern riss sich Luca an der linken Hand die Haut auf. Er bemerkte es nicht.
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