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Kapitel 7

Mit leuchtenden Augen gingen die beiden durch die engen Gassen der Stadt. Sie wollten es sehen, dieses Spektakel veranstaltet mit dem fahrenden Volk. Von weiten hörten sie schon das Lachen von Kindern und das Spiel der Schalmeien. Und standen sie da vor dem Eingang. Sie betraten eine andere Welt. All die 1000 Dinge, die sie beiden sahen, brachte nur ein AHHH und OOOOHH hervor.

Sie vergaßen, wer sie waren.

Pascal stand mit großen Augen vor dem Feuerschlucker, der sogar ein ganzes Schwert in seinen Hals steckte. Der Junge verzog sein Gesicht und griff sich selbst an den Hals. Als der Feuerschlucker zu den beiden Jungs heran trat, lehnten beide dankend ab, das Schwert selber mal zu verschlucken.

Bei all diesen Farben und Verrücktheiten, Luca blickte für einen Augenblick zum Himmel. Mächtige Wolken schoben sich am Horizont entlang, die Sonne kitzelte in seinen Augen. Pascal nahm seine letzten Groschen und holte für beide eine warme Brezel.
Luca beobachtete die Menschen. Sein schweifender Blick blieb an einem Mädchen, was kaum älter war als er, hängen. Ein großer Mann saß vor ihr, ein Stift und ein Zeichenblock in der Hand. Seine Hand flog übers Blatt, er zeichnete sie. Das wollte Luca sehen. Er ging vorsichtig zu den beiden hin und stellte sich hinter dem Mann, damit er die Zeichnung besser erkennen konnte. Zwischen dem Zeichenblock und dem Arm des Mannes konnte er sie erkennen. Sie strahlte über alles, selbst Luca konnte nicht anders. Er musste mitlächeln. Er sah die vielen Sommersprossen in ihrem Gesicht, doch was war das? Auf der Zeichnung fehlten sie! Unglaublich! Er zog am Ärmel des Mannes.

„Junger Mann“ der Mann sprach eine seltsame Sprache, die Luca vorher noch nicht gehört hatte.
„Die Sommersprossen kommen noch, habe Geduld.“
Der Mann konzentrierte sich auf seine Aufgabe. Und das Mädchen – noch nie hatte er soviel Glück und Freunde bei einem Menschen gesehen.

Noch lange blieb der kleine Luca stehen.

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