<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-35353353</id><updated>2012-01-21T13:19:16.217+02:00</updated><category term='Traumspinner'/><category term='Prolog'/><title type='text'>Traumspinner</title><subtitle type='html'>Eine Geschichte, entstanden durch einen Traum. Geschrieben für einen Traum.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://traumspinner.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://traumspinner.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Frank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08243627556903096740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>17</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-35353353.post-4827672703489040350</id><published>2008-01-12T14:37:00.000+02:00</published><updated>2008-02-03T09:57:48.247+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prolog'/><title type='text'>Prolog</title><content type='html'>&lt;p&gt;Man l&amp;#228;uft im Leben auf der Stra&amp;#223;e, sieht selten zur Seite, obwohl die wunderbarsten Dinge dort liegen, nach vorn sehen, weil man nichts anderes kennt. Doch dann passiert es, eine kleine Stimme in dir schreit dich an, ein Finger-in-die-Ohren-stecken ist sinnfrei. &lt;/p&gt;  &lt;blockquote&gt;   &lt;p&gt;&lt;em&gt;du schweigst dich durch die welt        &lt;br /&gt;wie ein stein den jemand fand         &lt;br /&gt;an einem verlassnenen strand,         &lt;br /&gt;um dich ins meer zu werfen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p&gt;&lt;em&gt;(Pascal Finkenauer - Geschrien)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/35353353-4827672703489040350?l=traumspinner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/4827672703489040350'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/4827672703489040350'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://traumspinner.blogspot.com/2007/12/prolog.html' title='Prolog'/><author><name>Frank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08243627556903096740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-35353353.post-2614911116350007074</id><published>2008-01-02T17:57:00.000+02:00</published><updated>2008-01-02T18:03:53.127+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Traumspinner'/><title type='text'>Kapitel 16</title><content type='html'>Yannis schlug mit dem Kopf auf den Boden auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ahhhh …“ Warmes Blut strömte auf dem Boden. Luca, noch überwältigt, sprang auf und rannte zu Yannis. Vorsichtig tastete er den Hinterkopf ab, Yannis blieb bei Bewusstsein, seine Sinne schwanden aber dahin. Seine Finger spürten eine Unebenheit am Hinterkopf, daneben im Haar versteckt war eine 5 cm lange klaffende Wunde.&lt;br /&gt;„Yannis, bau kein Scheiss, und bleib bei mir.“&lt;br /&gt;Yannis lächelte müde, er spürte, dass sein Leben eine radikale Wendung nehmen könnte. Gedanken flogen durch seinen Kopf. Bilder aus seiner Kindheit kamen ihn vor den Augen. Doch dann sah er zwei Menschen, die in der Ecke standen. Sie sprachen nicht miteinander und warteten. Yannis sah beide sehr ängstlich an, bis der eine von den beiden leicht den Kopf schüttelte und … lächelte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Yannis hatte keine Furcht mehr, vor dem, was nun passierte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luca schrie nach Laura, die nicht mehr allein war an der Oberfläche. Der eine der beiden Polizisten, kletterte sofort runter und rannte zu den beiden Forschern.&lt;br /&gt;„Notruf an Leitstelle. Wir benötigen einen Rettungshubschrauber, Traumapatient muss sofort abtransportiert und notfalltechnisch diagnostiziert werden.“ Der Mann zog seine Uniformjacke aus und versuchte damit die Blutung zu stillen. Am Oberarm war ein kleines Tattoo zu sehen. Luca, der genau in diesem Moment hin sah, musste lächeln. Es war ein kleiner Adler zu sehen, der über einem Pfeil stand. Luca streifte sein Ärmel hoch und tippte den Polizisten an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„ … Division Spezielle Operationen. LLBrig. 26“ sagte der Polizist. Luca lächelte schwach … „Ich war in Calv, Kommando-Bravo-Kompanie“ Der Polizist sah auf. Er streckte seine Hand aus, gab Luca die Hand.&lt;br /&gt;„Fallschirmjäger …“ begann der Polizist „ … für immer treu“ beendete Luca.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Yannis verlor sein Bewusstsein, die Zeit verlief sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Polizist griff wieder zu seinem Funkgerät und fragte im ruhigen Ton bei der Leitstelle nach der Position des Rettungshubschraubers nach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Antwort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Das dauert zu lange…“ sprach der Mann leise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Habe vorhin die Jungs vom HEER fliegen sehen. Wie wäre es, wenn sie mal nachfragen?“ Der Polizist nahm wieder sein Funkgerät …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Minutenspäter landete auf dem Feld eine Huey. Kameraden eines Sanitätszuges sprangen heraus und rannten zur Unglücksstelle. Absicherung und Bergung dauerte nur Minuten, Yannis wurde festgeschnallt und den Transporthubschrauber gesetzt. Ein dicker Unteroffizier kam heraus und stellte sich vor dem Polizisten und Luca. Er salutierte, obwohl die beiden keine Uniform und Dienstrangabzeichen trugen, aber er tat es.&lt;br /&gt;„Sein Zustand ist kritisch, aber stabil. Wir fliegen ihn gleich nach Hannover, zur Uniklinik. Landeserlaubnis und Zufahrt für den Zivilen Bereich wurden bestätigt, wir können sofort los meine Herren.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lucas gab dem Unteroffizier die Hand, die er leicht verwundert annahm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wir bleiben hier, ich komme aber später nach. Versprechen Sie mir, dass er es schafft wird, Soldat!“ sprach Luca im Kommando-Ton.&lt;br /&gt;Der Mann salutierte wieder. „Jawohl, der wird nicht den Löffel abgeben, solange er in meiner Huey fliegt.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Pilot ließ die Rotoren wieder laufen, die Maschine vibrierte. Da er sich in einer Notfall-Situation befand, galten nur bestimmte jetzt reduzierte Regeln der zivilen Luftfahrt. Er rauschte mit seiner Maschine knapp über die Baumwipfel rüber, unter den Stromleitungen durch. Luca kniff sofort die Augen zusammen, der Pilot beherrschte aber seine Maschine im Schlaf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich verschwand der Helikopter am Horizont.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Erschütterungen im Hubschrauber waren nur mit einem kranken Magen auszuhalten. Aber die Sanitäter kümmerte es nicht. Sie kämpften 100 Meter über dem Boden um das Leben von Yannis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er spürte die Anspannung der umgebenen Menschen nicht. Er öffnete die Augen und blinzelte durch die Einstiegsluke. Die Sonne kitzelte sein Gesicht. Den übermenschlich lauten Krach der Turbine und der Rotoren hörte er nicht. Yannis schloß die Augen, sein Mund verzog sich zu einem letzten Lächeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kondensatoren des Defibrillators luden sich mit einem hohen Ton auf. Hektisch rissen die Sanitäter die Kleidung weg, die nackte Brust kam zum Vorschein. Die kalten Panels wurden nicht mehr eingeschmiert. Es fehlte dazu die Zeit.&lt;br /&gt;„Und weg“ schrie der Unteroffizier.&lt;br /&gt;Mit einem Schlag setzte sich die Energie des Geräts frei und strömte durch den Körper von Yannis. Sein stehengebliebenes Herz zuckte zusammen, mit einem Schlag wurde seine Seele wie von einem unsichtbaren Gummiband zurückgezogen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sein Herz wollte nicht mehr schlagen.&lt;br /&gt;Der Unteroffizier zeigte mit den Fingern zur Sauerstoffmaske und dem Blasebalg. Der Sanitäter zur rechten Seite setzte gekonnt die Maske auf und zählte innerlich die 1000er Schritte ab 1 1000 2 1000 3 1000 4 1000 … Schweiß tropfte von der Stirn und landete auf der Stirn von Yannis.&lt;br /&gt;Sein Vorgesetzter hielt noch immer die Pannels in der Hand. Sein Blick lag starr auf den Montitor des EKG. Nulllinie …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er hatte keine Geduld mehr. Er schmiß die Enden des Defi’s in die Ecke, der Sanitäter blickte mit einem Blinzeln zu seinem Chef hin. Der Typ ist hinüber, sprach er leise, obwohl er den Beatmungsrhythmus immer noch beibehielt. Alles war so unwirklich, wenn ein Mensch im Sterben lag, die Zeit schien anzuhalten. Der Unteroffizier war verzweifelt, jedes Mittel, was er eingesetzt hat, versagte. ER versagte. Ein letzter Versuch. Ein letztes Mal.&lt;br /&gt;Er krempelte den rechten Ärmel hoch, hob den Arm und schlug mit der blanken Faust auf den Brust von Yannis …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Laura und Luca sahen noch lange zum Horizont. Ohne viele Worte räumten sie ihre Sachen zusammen, rollten die Kabel wieder auf, rissen die Zelte ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Ausrüstung war schnell im Bulli der Uni verstaut. Eigentlich sollte Yannis fahren, aber der … Laura konnte den Schmerz und Kummer nicht weiter zurückhalten. Tränen schossen aus ihrem Gesicht. Sie setzte sich mit dem Rücken zum Auto und hielt ihre Hände vors Gesicht. Es war zu viel. Es ging alles zu schnell. Luca setzte sich neben ihr und nahm sie in den Arm. Laura sprach unter großen Schluchzen den Namen von Yannis aus.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/35353353-2614911116350007074?l=traumspinner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/2614911116350007074'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/2614911116350007074'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://traumspinner.blogspot.com/2008/01/yannis-schlug-mit-dem-kopf-auf-den.html' title='Kapitel 16'/><author><name>Frank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08243627556903096740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-35353353.post-3489275710796334190</id><published>2007-12-30T21:26:00.000+02:00</published><updated>2008-01-02T17:55:38.612+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Traumspinner'/><title type='text'>Kapitel 15</title><content type='html'>Yannis trat herein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er rieb sich an den Armen: „Hier ist es aber kühl, die Heizventilatoren laufen aber doch.“ Er runzelte seine Stirn.&lt;br /&gt;Feinster Nebel bildete sich auf dem Boden. Luca sprach nicht mehr, er arbeitete wie ein Besessener.&lt;br /&gt;„Die Zelte sind abgebaut, alles ist verstaut bis auf die Heizung und die Stromleitung für das Licht.  Achja, die Stromerzeuger rennen noch. Laura hat mit dem Dekan telefoniert. Er ist gerade erst in die Uni gekommen. Er wusste von nichts, wird sich aber nachher melden. Du weißt Luca...“ Yannis machte eine kleine Pause. „ ... Professor Edelmann hat dich immer unterstützt.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne ein Wort weiter zu verlieren nahm sich Yannis seine Brechstange und legte mit Luca die Umrandung der Platte frei. Luca schmiss seine Stange weg, sie landete in den Nebelschwaden und versank darin. Wieder fühlte er in der Tasche rum und zog Seile, Karabinerhaken und Umlenkrollen heraus. Mit mehreren kräftigen Schlägen trieb Luca Nägel in die Wand, um anschließend die Umlenkrollen zu befestigen.&lt;br /&gt;„Wie schwer wird die Platte sein?“ fragte Luca sehr leise.&lt;br /&gt;„Eine halbe Tonne, sie ist nicht sehr dick.“ antworte Yannis, der die Seile an der Platte befestigte. Die Flaschenzug-Konstruktion war in Rekordzeit aufgebaut und nun einsatzfähig. Beide Männer legten das Zugseil über die Grabplatte zur anderen Kammer hin, sie hatten hier nicht viel Platz zum ziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie stellten sich hin und hoben das Seil vom Boden auf. Luca hielt inne. Nein, zum Nachdenken war später Zeit. Fakten sammeln war das Wichtigste. Aber was sind schon Fakten...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Los“ Sagte Yannis. Luca blickte kurz zu Yannis verdutzt und lächelte kurz.&lt;br /&gt;„Ich wollte auch mal Chef sein.“ Meine Yannis zu seiner Entschuldigung und grinste zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit aller Kraft zogen beide am Seil. Es rührte sich nichts.&lt;br /&gt;„Wir müssen gleichmäßiger ziehen“ ... „Ich weiß Luca“ antwortete Yannis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Seil spannte sich, die Rollen quietschten. Auf der Stirn der Männer bildete sich Schweiß, der, je länger sie zogen, in Strömen durch die Gesichter lief.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Nebenraum bewegte sich was. Es war das schwere Schleifen eines Steines.&lt;br /&gt;„Noch ein bisschen ...“ keuchte Yannis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Luft stand für diesen Augenblick still. Uhren hörten auf zu schlagen. Die Lampen zersprangen, Funken flogen durch die Luft und schienen plötzlich in ihrer kurzen Lebensdauer zu erstarren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dunkelheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luca spürte die Kälte, seine Haut zog sich zusammen. Er tastete sich zum Eingang und zündete eine Phosphorfackel an, die Laura dort für einen Notfall deponierte. Der Raum wurde nun im violett blauen Licht getaucht.&lt;br /&gt;Erst jetzt bemerkte er, dass Yannis wie verzaubert auf dem Boden sitzen blieb, sein Kopf war leicht nach hinten geneigt. Seine Augen starten ins Leere.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Keine Reaktion. Und doch schien er noch am Leben zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stimmen. Sie drangen leise aus der Grabkammer. Er verstand nichts davon, es waren Stimmen einer Frau, leise und wehklagend. Luca stand auf, sein Arm streifte die in der Luft stehenden Funken der zerborstenen Lampen. Nichts passierte. Langsam und mit unsicherem Schritt ging er auf die kleine Grabkammer zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die schwere Steinplatte lag auf der Seite, ein tiefes schwarzes Loch mitten in der Kammer wurde geöffnet. Mit der Fackel in der Hand trat Luca vorsichtig in die Dunkelheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Bleib stehen“ befahl eine Stimme.&lt;br /&gt;Schlagartig und wie vom Donner gerührt gehorchte Luca, Angst spürte er aber nicht. Es war die Neugier die ihm vorantrieb.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Setz dich“ auch diesmal gehorchte er. Im Schneidersitz hockte er sich seitlich an das Grab hin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wer … wer bist du?“ fragte Luca. Er runzelte die Stirn. Seine Stimme klang anders, als wäre er unter Wasser.&lt;br /&gt;Die Stimme lachte leise, eine Spur Traurigkeit war zu erkennen.&lt;br /&gt;„Du weißt, wer ich bin.“ Luca nickte. Natürlich wusste er es. Es war so klar, es war doch so einfach und trotzdem akzeptierte sein Verstand es nicht, sein Gefühl war aber bereit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war Sophia.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Du hast mein Buch gelesen, nicht wahr?“ Luca nickte in das fahle licht.&lt;br /&gt;„Deine Hinweise waren sehr einfach zu entschlüsseln, fast zu einfach. Ich frage mich, warum andere nicht nach dir gesucht haben.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der anderen Ecke bewegte sich was, doch Luca konnte nichts erkennen.&lt;br /&gt;„Sieh nicht zu mir hin.“ Die Stimme klang schon sanfter und hatte nicht mehr den Befehlston, wie am Anfang. Luca tat, was man ihm sagte, doch seine Augen verlangen nach antworten. Schemenhaft konnte er eine Gestalt erkennen, nicht mehr. Aus dem Nichts tauchte ein kleiner Funke aus, der sich bewegte. Kleinere Stücke sprangen von diesem Funken ab und landeten auf dem Boden. Sie verglühten. Luca konnte kaum in dieses kleine Feuer sehen, so hell war es. Dann blieb es stehen, wenige Zentimeter vor der Fackel, die immer noch brannte. Mit einem kleinen Zisch zersprang dieser Funke, die Phosphorfackel erlosch. Alles um Luca herum versank in der Dunkelheit, nur aus dem Grab leuchtete wie aus der Ferne ein dunkles, ein diffuses Licht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„So ist es besser“ meinte die Stimme.&lt;br /&gt;„Schade“ antworte Luca leichtfertig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Glaub mir, du willst mich nicht sehen, ich bin mehr als 600 Jahre alt und mein Körper, mein Gesicht, sind immer noch so gestaltet, wie ich zu Tode gekommen bin.“&lt;br /&gt;„Wenn Du es sagst…“ Luca nickte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er erinnerte sich an die Zeichnungen im Buch. Sophia war bildschön, doch durch ihre Zeichnungen in ihrem Buch konnte man etwas erkennen. Sophia war anders, sie blickte mit jedem Lächeln etwas geheimnisvoller.&lt;br /&gt;Soviel hatte er über sie gelesen, so enttäuscht war, als er in einem Kirchenbuch lesen musste, dass sie verbrannt worden ist. Die Gründe waren ihm unklar, doch jedes Mal, wenn eine Antwort greifbar war, sah er diese Augen und all das Gedachte verschwand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Versuch es nicht zu verstehen, warum es hier passiert. Es wohl …“ sie zögerte „ … eine Ausgleich, für das, was mir angetan worden ist.“ Das Sprechen fiel ihr schwer und doch sie atmete und rede, wie ein normaler Mensch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Luca …“ er spürte eine sanfte Berührung, so unscheinbar wie der Hauch eines Windes im Spätsommer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„… es ist schön, dass du wieder da bist.“ Luca riss die Augen auf, er verstand es nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Vor sehr langer Zeit waren wir uns sehr nah, es gab nur uns. Doch es war ein großes Geheimnis, keiner durfte es wissen. Bis zu diesem einen Tag. Wir trafen uns, die Welt, unsere Welt, war so wunderschön, und …“ wieder zögerte sie “ … wir  wurden verraten. All das Unglück, was wir verdrängten, fiel auf uns. Die Menschen um uns verstanden es nicht, dass es Menschen gibt, die sich lieben, einfach nur lieben.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luca schwieg. In seinem Kopf zeichneten sich Bilder, Eindrücke, Sequenzen von etwas, was er noch nie zuvor erblickte. Erinnerungen aus einer anderen Welt traten hervor, wurden geweckt von diesem Moment. Luca atmete schwer. Er fühlte sie, diese eine Liebe, die es nur einmal im Menschenleben gab. Tiefer, als alles andere, unsichtbar und doch auf ewig verbunden. Es war dieses Gefühl, was er immer versuchte zu definieren, aber die Worte fehlten dazu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Spürst du es, spürst du, wie wir verbunden waren?“ wollte sie wissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luca nickte mit dem Kopf. Er schwieg. Es schien dieses eine Puzzle-Stück zu sein, was immer gefehlt hatte. Es war die Antwort, auf die Frage, die er nie vollständig formulieren konnte. Er stand auf und setzte sich nun mit dem Rücken zur Wand. Seine Hand rieb an seiner Stirn, es war so einfach und doch …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Aber ich bin 1971 geboren?“ Der Verstand von Luca meldete sich endlich wieder zu Wort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Natürlich bist du das. Aber deine Seele ist älter … viel älter …“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„So natürlich ist das hier nicht. Ich spreche hier mit jemand, der mehr als 600 Jahre alt ist, der mir sagt, dass ich eigentlich genauso alt bin.“ gab er zu bedenken&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wenn es dich beruhigt, ich versteh auch nicht alles. Vielleicht ist es auch gut so, dass man nicht alle Dinge im Leben erfassen kann. Vielleicht soll man ab einem Punkt nicht mehr fragen, warum alles so ist, sondern es hinnehmen und dann das Beste draus machen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Dann höre ich einfach mal zu.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sophie begann zu erzählen, wo sie aufwuchs. Sie lernte lesen und schreiben, lernte das Leben und dessen Ungerechtigkeit kennen. Sie verlor in einer Nacht alles, ihre Eltern, das Haus, in dem sie aufwuchs und ihre Unschuld. Krieg war grausam und verwandelte Menschen in Tiere mit niedrigen Instinkten. Sie war 17 Jahre, als sie in der Gosse landete in einer großen Stadt. Es war die Stadt mit dem Gebäude, was zu Gott zwei Finger strecken sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich hatte großes Glück, ich kam bei guten Leuten unter, sie sahen mich als ihre eigene Tochter, die sie nie hatten. Natürlich versuchten sie mich unter die Haube zu bringen. Alles war geplant, bist du kamst.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luca sprach leise weiter wie fast wie in Trance: „Wenn ich dich sah, war es wie ein Traum, immer wieder unfähig, die richtigen Worte zu finden. Ich stammelte vor mich hin, fing immer wieder an, um dir eines nur zusagen: Ich liebe dich. Es ist alles so klar …“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Deine Erinnerungen kommen wieder. Das tut gut.“ sprach Sophie leise. „Du tust so gut.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Aber was ist dann passiert?“ wollte Luca wissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Mein Zukünftiger hat uns gesehen und er wollte es uns heimzahlen. Du konntest fliehen mein Traum. Ich hatte es nicht mehr geschafft. Ich wurde der Hexerei  bezichtigt und die Ankläger …“ Sophie musste lächeln, ob wohl es ihr schwer fiel „…hatten dieses eine Mal sooo Recht.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In seiner Vorstellung sah er Flammen, die hoch in den abendlichen Himmel reichten. Das Feuer brannte rasch, um all das zu vernichten, was er eigentlich nicht besaß. Er sah die Menschenmenge, die sich dran erfreute, die gafften und hysterisch schrieen. Tränen standen Luca in den Augen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wie kann es sein, dass ich mich an all das erinnere? Wie kann es sein, dass du hier sitzt und mit mir sprichst.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder ein leises Lachen aus der anderen Ecke des Raumes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Habe nicht mehr viel Zeit. Das ich hier bin, kostet mich so unendlich viel Kraft.“ Sophie röchelte und Luca stand auf, ohne nachzudenken, aus reinem Instinkt, ihr einfach zu helfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Bleib bitte dort“ sprach sie leise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Luca, es gibt Menschen, sie scheinen nur Menschen zu sein, aber nehme dich vor ihnen in Acht. Du wirst das Gefühl haben, dass sie es mit dir gut meinen, aber sie spielen nur mit uns, so wie sie Lust verspüren, eine Ameise auf dem Boden zu zertreten. Nur mit Geschick konnte ich diese Wesen reinlegen, bezahlte aber teuer dafür.“ Sophie wurde immer leise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Werden wir uns wieder sehen? Ich will so vieles wissen“ sprach auch Luca leise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus der Ecke, wo Sophia saß, leuchteten zwei Punkte, es waren … Luca musste genauer hinsehen, Augen. Es waren Sophies Augen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Das werden wir, in diesem … in deinen Leben …“ Luca spürte, wie der kleine Mond an seinem Hals zu glühen bekannt. Mit Schrecken wollte der die Kette abreißen, aber es tat nicht weh, keinen Schmerz spürte er. Es war die Wärme, die man spürt, wenn man einen geliebten Menschen im Arm hält.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Es ist Zeit Luca, ich kann nicht mehr“ Sophies Stimme wurde fast unhörbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wie … Wie werde ich dich finden?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wenn die Zeit gekommen ist …“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Sophie?“ … Ruhe … „Sophie??“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luca stand, er wusste, dass sie nicht mehr war. Und doch spürte er keine Traurigkeit und diese tiefe Sehnsucht. Er wusste nur eins, Sophie ist wieder da.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luca ging zur Vorhalle der Grabstätte. In diesem Moment gab es eine Druckwelle, die ihn auf den Boden drückte. Die Zeit lief wieder an und der Takt des Lebens nahm wieder seine Arbeit auf.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/35353353-3489275710796334190?l=traumspinner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/3489275710796334190'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/3489275710796334190'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://traumspinner.blogspot.com/2007/12/kapitel-15.html' title='Kapitel 15'/><author><name>Frank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08243627556903096740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-35353353.post-5294072896833830769</id><published>2007-12-30T21:21:00.000+02:00</published><updated>2007-12-30T21:23:19.557+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Traumspinner'/><title type='text'>Kapitel 14</title><content type='html'>Luca wunderte sich über nichts mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus seinem Rucksack holte er die Brechstange. Nein, er wollte das Grab nicht schänden, er wollte es nur erkunden. Hier mündeten all seine Bemühungen, all sein Arbeiten der letzten Monate. Erst fand er das Buch der Sophie im staubigen Hinterzimmer einer Weltbibliothek, dann entdeckte er die Grundmauern einer alten Basilika mitten im Südteil der Lüneburger Heide, nahe der Stadt Braunschweig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Laut Geschichtsschreibung gründete sich die Stadt aus fünf gleichbedeutenden Weichbildern (Stadtteilen). Jede davon hatte ihre eigene Kirche, ihre eigene Basilika.&lt;br /&gt;Luca war sich sicher, dass die Geschichte des Mittelalters für die Region Braunschweig neu geschrieben werden musste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luca mahnte sich zur Eile. Schlussfolgerungen konnte er später noch ziehen, dokumentieren nur dokumentieren wollte er.&lt;br /&gt;Er nahm seine Kamera raus und fotografierte weiter. Ein leises Summen warnte ihn jedoch, dass die Batterie zur Neige ging. Und schon war es im nächsten Moment so weit. Das rote Licht an der Kamera war mehr als ein deutliches Zeichen.  Er fluchte leise vor sich hin. Sein Rucksack, der in der Ecke stand, hatte eine kleine Innenseiten-Tasche. Hier waren ein A5-Zeichenblock und mehrere Bleistifte versteckt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er holte die Sachen aus der Tasche und stellte sich auf die Grabplatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sei Stift begann zu zeichnen, Luca sah nicht einmal auf seine Zeichnung. Der Stift bewegte sich wie von Geisterhand. Die Nase, mit welcher Feinheit sie in Stein herausgearbeitet worden sind. Die Augen, sie waren leider geschlossen. Leider.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zeit verging, die Augen suchten jedes Detail ab, die Hand brachte es zu Papier.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Gedanke kam ihm in den Sinn. Flüchtig und nur die Spur einer Erinnerung. Der Mann der damals das kleine Mäd…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luca hielt den Atem an. Sein Mund war aufgerissen. Mit starren, verzweifelten Blick sah er seine Zeichnung an. Seine Sinne schwanden, sein Gleichgewicht geriet außer Kontrolle. Wie Zeitlupe fiel er nach hinten, landete auf den feinen Lehmboden, den diese Kammer wurde in früheren Zeiten nicht so oft betreten, als die obere.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lucas Hände zitterten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stoßweise setzte seine Atmung wieder ein. Merklich wurde es kühler im Raum, feinster Nebel bildete sich vor seinem Gesicht beim Ausatmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sein Bild zeigte das kleine Mädchen vom Jahrmarkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um den Hals trug sie eine Sonne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In seinem Kopf hämmerten Gedankensplitter, versuchte eine Erklärung zu finden. Jahrelang hatte Luca hart an sich gearbeitet, dass er so zeichnen konnte, wie er es jetzt tat. Unendlich viele Stunden verbrachte er damit, Proportionen und Strukturen der menschlichen Gestalt zu üben. Immer wieder konnte er seine Mitmenschen durch schelle und fast fotografierte Portraits überraschen. Es war doch so leicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Begonnen mit dem Zeichnen hatte Luca im Heim, nach dem Besuch einer Kirmes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur zwei Dinge konnte er nie zufrieden stellend darstellen, es war das Mädchen auf dem Jahrmarkt und die Frau, diese eine Frau, aus seinen Träumen. Sein rationaler Verstand brachte die Erinnerung an beiden perfekt zu Papier, doch seine Seele verlange von Luca, dass das Blatt zerrissen wurde, denn es fehlte was. Nie war ein Teil von ihm zufrieden mit den Bildern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er riss das Blatt vom Block ab und schob es vorsichtig in den Rucksack zu den anderen Zeichnungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Brechstange fiel heraus. Luca besann sich auf seine eigentliche Arbeit. In der Vorkammer hörte man Geräusche. Yannis war auf dem Weg zur Grabstelle. Mit dem spitzeren Teil der Stange legte Luca die Ränder der Platte frei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hatte er eigentlich eine Vorstellung von dem, was er finden würde? Ist die Suche mit der Öffnung des Grabes zu Ende?&lt;br /&gt;Nein dachte Luca, er wollte nicht sich keine Gedanken machen, was dort zu sehen war.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/35353353-5294072896833830769?l=traumspinner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/5294072896833830769'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/5294072896833830769'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://traumspinner.blogspot.com/2007/12/kapitel-14.html' title='Kapitel 14'/><author><name>Frank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08243627556903096740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-35353353.post-5827006941523667481</id><published>2007-12-30T21:19:00.000+02:00</published><updated>2007-12-30T21:20:48.952+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Traumspinner'/><title type='text'>Kapitel 13</title><content type='html'>Die Türen sprangen auf, zwei Polizisten in Uniform rückten ihre Sachen zurecht und setzten die Mütze auf. Das ist ein offizieller Besuch dachte Luca.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Mein Name ist Doktor Luca Joondala von der Universität Braunschweig, Fakultät Erziehungs- und Geisteswissenschaften. Guten Tag meine Herren, was kann ich für sie tun?“ stellte sich Luca vor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der dickere Polizist sah zunächst seinen Kollegen an, gab aber Luca die Hand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wir haben eine einstweilige Verfügung, dass sie ihre Ausgrabungsaktivitäten einstellen.“ Sagte einer der Männer in Uniform und zeigte dem erstaunten Luca das Schreiben.&lt;br /&gt;„Mir welcher Begründung?“ fragte Laura, die hinter Yannis und Luca stand.&lt;br /&gt;„Sie gefährden mit ihren Grabungen die Stabilität der führenden Wasserschichten. Dadurch kann es zu Senkungen kommen, die die Siedlungen und deren Bewohner gefährdet!“&lt;br /&gt;Luca griff sich in den Haaren und begann verzweifelt zu lachen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Das ist doch Irrsinn. Das nächste Dorf …“ Luca zeigte in Richtung eines kleinen Walds „… ist von hier 3 Kilometer entfernt. Wir graben hier in 3 bis 4 Metern Tiefe, die wasserführende Schicht liegt hier bei 7 Meter Normal Null. Und dass sind vom Boden hier nochmals 6 Meter. Wir hatten Geologen von der Uni hier, die uns das Gebiet für Grabungen als unbedenklich deklarierten!“ Luca verstand die Welt nicht mehr.&lt;br /&gt;Yannis blieb sachlicher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Von wem kommt diese Anordnung überhaupt?“ wollte der Student wissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Polizist nahm sich das Dokument vor, konnte aber die Schrift nicht wirklich entziffern. Nur der Stempel vom Landgericht schien ein Zeugnis der Wahrheit und Richtigkeit zu sein. Yannis wandte sich ab und griff zum Handy. Er begann wie wild Nummern einzutippen und lauthals zu telefonieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wir haben Anweisung, dass diese Verfügung sofort umgesetzt werden soll. Bitte räumen sie dieses Gebiet.“ Den Polizisten schien die Sache langsam peinlich zu werden, mit ruhiger Stimme sprach der Eine weiter:&lt;br /&gt;„Sie haben noch 2 Stunden. Wir müssen noch rüber zum Schmidtkenhauser-Hof, dort soll gestern ein Traktor die Ölwanne verloren haben und die ganze Schmiere lief auf die Kreisstraße 212 aus. Außerdem hat Gitty Schmidtkenhauser den besten frischen Zuckerkuchen. Das dauert seine Zeit.“ Der Polizist versuchte nett zu lächeln, aber es gelang ihm nicht richtig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luca nickte stumm. Nur noch 2 Stunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Streifenwagen setze sich in Bewegung. Erst jetzt bemerkte Luca den Frühnebel auf den Feldern. Es wurde Herbst. Die Sonne versuchte sich durch den Nebel zu drängen. Vergeblich. Er atmete tief durch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Laura, Yannis zu mir“ Luca setzte sich auf dem Boden.&lt;br /&gt;„Ich werde die Grabplatte öffnen und alles dokumentieren. Ihr packt die Sachen ein, die Stromaggregate aber bitte erst zum Schluss ausstellen. Ist die Kamera fertig?“&lt;br /&gt;Laura nickte.&lt;br /&gt;„Der Camcorder auch?“&lt;br /&gt;Diesmal nickte Yannis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luca zog sich die Bergsteigerausrüstung hastig an, trat in die Schlaufen und setze die beiden Karabinerhaken zur Sicherung an. Dann betrat er die Leiter und schaltete das Licht an, langsam stieg er ins Dunkel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war immer wieder eine andere versunkene Welt, die sich ihm auftat. Wurzelreste hingen am Rand des Schachtes. Die Querträger zur Sicherung wurden sauber in das Erdreich eingetrieben, eben von Profis.&lt;br /&gt;Am Boden des Schachtes ging ein Stollen in westlicher Richtung. An der Wand hingen die Stromleitungen, wo alle 3 Meter eine Lampe abgezweigt worden ist. Nach 20 Metern stand man in einem kleinen Raum, nicht größer als 5 mal 5 Meter. Die Wände waren gemauert, die schweren Feldsteine hielten das Gewicht der knapp 6 Meter hohen Deckschicht ohne Probleme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An den Wanden fanden die Wissenschaftler kleinere Farcierungen, die aus dem 14. Jahrhundert stammten. Bilder von der Kreuzigung und dem Leidensweg von Jesu Christus konnten noch schwach sehen. Die Farbpigmentation wurde im Laufe der Jahrhunderte durch die Feuchtigkeit geschwächt. Deshalb versuchte Yannis den Raum wieder zu trocknen: mehre Warmluftventilatoren sorgten für angenehme 19°C.&lt;br /&gt;An der Decke befand sich in Steinrelief bestehend aus 24 Segmenten, die jeweils eine Person darstellten. In der Mitte unten war der schlafende Jesse zu sehen. Aus seiner Seite wuchs der Stammbaum Jesu, mit den sieben wichtigsten Vorfahren: Sohn König David, sowie Salomon, Roboam, Abia, Asa, Josaphat und Joram. Am oberen Ende war der thronende Christus als Weltenrichter zwischen Maria und Johannes dem Täufer dargestellt. Eine klassische Arbeit für das ausgehende 13. Jahrhundert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Relief wurde von Laura und Yannis bestens dokumentiert. Der Raum sah wie eine Grabkammer aus, nur wo war das Grab? Yannis bewegte vorsichtig einen Steinkranz am südlichen Teil des Raumes, worauf hin der gepflasterte Boden einsackte und den Weg zur eigentlichen Grabstelle freigelegt hatte. Laura schrie, als Yannis auf den rutschenden Steinen in die zweite Gruft surfte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Raum war kleiner und das Erste, was Yannis auffiel, es fehlte jegliche christliche Symbolik aus dem Mittelalter! Auf der Grabplatte war eine Frau abgebildet, ihre weiblichen Züge waren unverkennbar. Vom Bau bis zu den Füßen hielt ihr steinernes Abbild ein Schwert, mit hoher Wahrscheinlichkeit trug sie es selber. Die Klinge hatte eine stattliche Länge von 160 cm, solche Schwerter konnte man nur mit Zwei Händen führen. In Gefechten dienten solche Schwerter dazu, in den anrückenden Truppen eine Bresche zu schlagen, damit leichter bewaffnetes Volk nachrücken konnte. Wenn diese Frau das Schwert wirklich im Kampf trug, dann in der ersten Reihe.&lt;br /&gt;Luca schluckte, spontan fiel ihm Jehanne la Pucelle, besser bekannt als Jeanne d’Arc, die Jungfrau von Orléans, ein. Aber diese Frau lebte und starb knapp 60 Jahre vorher, als der 100 jährige Krieg in Europa tobte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Schwert. Am Griff war die Parierstange zur Spitze hin geschwungen, am Ende ein vierblättriges Kleeblatt eingearbeitet. Ein Metallstreifen lief mittig vom Mittelpunkt der Parierstange nach unten auf die Klinge. Dieser Streifen hieß … Luca überlegte … Langlet. Erst jetzt erkannte er das Schwert wieder, es war ein Claymore oder wie die Schotten es nannten, ein claudheamh-mor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luca machte von jedem Detail der Steinplatte Aufnahmen. In ihren Kleidern war das keltische Kreuz eingearbeitet, ganz unten stand ihr Name:&lt;br /&gt;Sophia Van de Voren. Sie muss im Zeichen des Steinbock geboren sein, das Symbol war über ihrem Namen zu sehen. Darüber … Luca sah jetzt genauer hin … war ein Kreis zu sehen, mit einem Punkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war das astronomische Zeichen für die Sonne.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/35353353-5827006941523667481?l=traumspinner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/5827006941523667481'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/5827006941523667481'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://traumspinner.blogspot.com/2007/12/kapitel-13.html' title='Kapitel 13'/><author><name>Frank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08243627556903096740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-35353353.post-9099405669160552784</id><published>2007-12-30T21:01:00.000+02:00</published><updated>2007-12-30T21:03:35.997+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Traumspinner'/><title type='text'>Kapitel 12</title><content type='html'>Luca wurde durch ein sanftes Klopfen auf der Zeltplane geweckt. Er war noch tief eingegraben in seinem Schlafsack. Die Wärme der Nacht spürte er, aber auch, dass sein Schlafsack viel zu groß war. Er hatte Platz für zwei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luca antworte kurz, legte aber sein Kopf sanft auf das Kissen. Er schloss die Augen und versuchte sich an seinen letzten Traum zu erinnern. Und es gelang: Da war sie wieder, sie stand an einem Gatter vor einer großen Pferdeweide. Ihre braunen Augen konzentrierten sich darauf, den Riemen des Sattels wieder in Ordnung zu bringen. Luca schien in seinem Traum unsichtbar zu sein, er sah nur zu, was als nächstes passierte. Die Frau hob mit aller Macht den Sattel auf das Gatter und rief einen Namen, von der Seite kam ihr Pferd heran gelaufen. Es kam heran gelaufen, wieherte und blieb stehen. Sie streichelte das Tier an den Ganaschen und sprach sanft und ruhig. Luca erschrak, als sich die Frau umdrehte. Völlig überrumpelt, dass sie ihn wahrnimmt, brachte Luca keinen Ton raus. Sie lächelte, genauso, wie Luca es sich vorgestellt. Wie kann man einem Menschen sagen, dass nur ein kleines Lächeln, alles andere vergessen macht. Wie kann man einem Menschen sagen, dass dieses eine Lächeln so wunderschön ist und man nie wieder jemanden anderes sehen möchte …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wie ist dein Name?“ wollte er wissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Laura“ antwortete eine Stimme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Chef, steh endlich auf, hier ist gerade ein Streifenwagen vorgefahren.“&lt;br /&gt;Luca riss die Augen auf, wollte gerade aus dem Zelt klettern, als er bemerkte, dass das nicht die beste Idee war. Seine kompletten Sachen lagen neben der ISO-Matte, im Schlafsack schlief er immer nur so, wie er erschaffen worden ist.&lt;br /&gt;Er lächelte müde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Was sind schon Träume“ sprach er leise zu sich selbst. Sein Verstand begann zu arbeiten. Welche Dinge brauchte er für die Grabungen? Sind alle Akkus aufgeladen? Wo war dieses verdammte Handy wieder? … Keine SMS …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Sie können Berge versetzen, neue Welten erschaffen, dein eigenes Leben in deiner Farbe anstreichen. Sie helfen dir, weiterzumachen Luca.“&lt;br /&gt;Er sah Yannis mit großen Augen an.&lt;br /&gt;„Träume, Lucas, sind so eine Sache. Sie können wunderschön sein, aber auch bitter und grausam. Sei glücklich, wenn du daran eine Erinnerung hast, was gerade passiert ist. Viele Menschen schaffen das nicht, so viele Sorgen lassen die Träume nach dem Schlaf wieder verblassen. Sie wissen, dass sie geträumt haben, aber nicht mehr.“&lt;br /&gt;Yannis kniete sich vor dem Zelteingang hin und sprach weiter:&lt;br /&gt;„Ich hab mal auf einer CD etwas gehört: „Unsere Träume, unsere Sehnsüchte und bunten Hoffnungen wollen ernst und wichtig genommen werden. Wer sie verdrängt unterdrückt das Beste in sich und wird ein leerer Mensch.“ [Schiller: Die Weltreise: Track 6: Träume]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Yannis blick sank zu Boden, es waren seine Erfahrungen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Kann ich nicht mal in Ruhe ein Selbstgespräch führen, ohne das man dabei gestört wird?“ wollte Luca wissen, seine Stimme klang aber nicht zornig, sondern eher leicht verzweifelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Chef, nicht hier, wenn unsere Zelt so dicht bei einander stehen.“ Yannis gab Luca eine Tasse mit dampfenden Kaffee, mit einem Schuss Milch.&lt;br /&gt;„Wie war das mit den Steinen und den Glasshaus? Sollte man da nicht mit werfen, wenn man selber da drin sitzt?“ verstohlen blickte Luca dabei auf Laura und musste dann lächeln, als er das verdatterte Gesicht von Yannis sah.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Hey, ist okay“ Luca klopfte Yannis beim Aufstehen leicht auf die Schulter.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/35353353-9099405669160552784?l=traumspinner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/9099405669160552784'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/9099405669160552784'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://traumspinner.blogspot.com/2007/12/kapitel-12.html' title='Kapitel 12'/><author><name>Frank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08243627556903096740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-35353353.post-1013926637499278367</id><published>2007-12-30T20:56:00.000+02:00</published><updated>2007-12-30T20:57:44.830+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Traumspinner'/><title type='text'>Kapitel 11</title><content type='html'>Was Luca damals nicht sah:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als er das Zelt verlassen hatte, blickte die Frau noch lange hinter den Jungen und dessen Erzieher hinterher.&lt;br /&gt;Das leise Wispern ihrer Lippen verstand keiner. Auch nicht die Sprache, die sie vor sich her murmelte - den sie war längst ausgestorben und verschwunden von dieser Welt.&lt;br /&gt;„Wenigstens bekommt er keinen Ärger, wenn er wieder im Heim ist.“ sprach sie, ohne den Blick von Luca und Fred, dem Erzieher zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Hast du seine Zukunft gesehen?“ fragte die Gestalt, die aus dem Dunkel des Zeltes hervorkam.&lt;br /&gt;„Ja und meine Vorahnungen war ungewöhnlich deutlich“ sprach sie leise aus. Die Wahrsagerin drehte sich um, als die Beiden um die Ecke bogen und nicht mehr zu sehen waren.&lt;br /&gt;„Schlimme Dinge werden passieren, Menschen werden in seiner Gegenwart sterben und er hat nicht die leiseste Chance, irgendwie zu helfen, obwohl er die Macht hätte.“&lt;br /&gt;Der Mann trat weiter vor.&lt;br /&gt;„Das Gleichgewicht muss aber gewahrt werden.“&lt;br /&gt;Mit beiden Händen berührte er die Frau und hielt sie in der Hüfte fest.&lt;br /&gt;„Das wird es. Soviel Leid und Unrecht, was ihm widerfahren wird, kann nur durch eine außergewöhnliche Liebe aufgerechnet werden.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Mann nickte und verstand ohne Worte.&lt;br /&gt;Beide gingen ins Zelt und setzen sich an den Tisch, wo er seinen Zeichenblock und die Stifte zur Seite legte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Wahrsagerin nahm sich den Block und wenn man ganz genau hingesehen hatte, so konnte man auf dem Papier noch das Profil des kleinen Mädchens erkennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deutlich war ein Anhänger zu sehen, welches ihr um den Hals hing:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war eine Sonne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pascal wurde seit diesem Tag nie wieder gesehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/35353353-1013926637499278367?l=traumspinner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/1013926637499278367'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/1013926637499278367'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://traumspinner.blogspot.com/2007/12/kapitel-11.html' title='Kapitel 11'/><author><name>Frank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08243627556903096740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-35353353.post-8621137701988994249</id><published>2007-12-30T20:49:00.000+02:00</published><updated>2007-12-30T20:55:41.652+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Traumspinner'/><title type='text'>Kapitel 10</title><content type='html'>Am Horizont kroch langsam die Sonne wieder hoch. Die letzten Sterne loschen ihr Licht. Der Horizont verfärbte sich türkis blau.&lt;br /&gt;Luca hatte nie Probleme, in bestimmten Phasen seines Lebens ohne viel Schlaf aus zukommen. Den letzten Rest des kalten Kaffees schüttete er auf die noch glimmende Asche des Lagerfeuers. Es zischte leise, im Zelt von Yannis regte sich was. Dann stand er auf und zog sich in sein Zelt zurück. Er wollte nicht Yannis und Laura die restlichen Stunden bis zum Aufstecken vermiesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem der Reißverschluss seines Schlafsackes zu war, musste er lächeln. Er sah auf die Uhr. Nebenan im Zelt raschelte es. Ein anderer Reißverschluss wurde geöffnet, Luca hörte sehr leises Flüstern. Und wieder das Schließen eines Reißverschlusses. Nur bemühte sich diesmal jemand, das Schließen ohne größere Geräusche stattfinden zu lassen. Luca schloss die Augen und sein Gesicht verzog sich zu einem Grinsen. Er fragte sich, ob diesmal Laura bei Yannis war oder umgekehrt, wie letzte Nacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Schlaf kündigte sich an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie jeden Abend berührte er den Mond an seinem Hals.&lt;br /&gt;Seine Augen waren schon geschlossen, als sein Verstand den Traum vorbereitete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein großer, breiter Baum. Darunter stand eine Bank, wo Luca drauf saß. Die Lieder seiner Augen wurden schwerer, die Hand glitt langsam vom Mond auf die Oberseite des Schlafsacks.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er schlief …&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/35353353-8621137701988994249?l=traumspinner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/8621137701988994249'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/8621137701988994249'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://traumspinner.blogspot.com/2007/12/kapitel-10.html' title='Kapitel 10'/><author><name>Frank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08243627556903096740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-35353353.post-1737124450329946215</id><published>2007-12-28T12:44:00.000+02:00</published><updated>2007-12-28T14:58:58.576+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Traumspinner'/><title type='text'>Kapitel 9</title><content type='html'>Das Mädchen ging. Der Mann packte seine Sachen und verschwand in dem Gewirr der Menschenmenge. Zum Abschied hob sie die Hand und winkte mit den Fingern.&lt;br /&gt;„Warte doch bitte“ wollte er noch hinter rufen, aber da tauchte sie schon in der Menge unter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luca drehte sich um, traurig sahen seine Augen aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor ihm stand ein großes blauweißes Zelt, die Sonne versteckte sich dahinter. Oder war sie vielleicht da drin? Neugierig und ohne Angst vor dem Unbekannten stand vor dem Eingang.&lt;br /&gt;„Komm ruhig rein, mein Kleiner“ sprach leise eine Frauenstimme aus dem Zelt.&lt;br /&gt;Luca betrat den Eingang.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seine Augen mussten sich erst an das schummrige Licht gewöhnen. Hinter einer Wand aus Stoffbahnen konnte er ein Stuhl und einen Tisch erkennen. Darauf stand eine brennende Kerze. Seine Kinderaugen waren voller Erstaunen, noch nie hatte er eine Wahrsagerin gesehen. An der Wand hing eine Kette aus Leder, nur das Symbol war ihm fremd:  das Christuskreuz, in Mittelpunkt ein Kreis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Setz dich hin“ forderte die Frau auf, die in einer dunklen Ecke des Zeltes stand. Auf dem Tisch lagen Karten, eine Glaskugel, ein Schüssel voller Knochen.&lt;br /&gt;Luca war verwirrt. Das Kleid war wunderschön, die roten Haare glänzten im Licht der Kerzen in tausend Farben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Du willst deine Zukunft erfahren?“ fragte sie leicht müde.&lt;br /&gt;„Das kostest 10 Mark.“ Die Frau hielt die Hand auf.&lt;br /&gt;Traurig schüttelte der kleine Junge den Kopf.&lt;br /&gt;„Das Geld hab ich nicht.“ Luca wollte aufstehen, als die Frau näher heranrückte.&lt;br /&gt;„Bleib sitzen“ Luca tat das, was man ihm sagte.&lt;br /&gt;„Zeig mir deine Hand.“&lt;br /&gt;Sie nahm die kleine Kinderhand und blickte Luca tief in die Augen.&lt;br /&gt;Er bekam Angst, ganz leise, aber sie war da. Das Kerzenlicht flackerte. Die Augen der Frau schlossen sich, man sah ihr an, dass sie sich anstrengte. Es bildeten sich falten auf der Stirn. Sie zog immer stärker an der Hand von Luca. Ihr ganzer Körper bebte. Sie schaffte es kaum noch Luft zu holen, die andere Hand der Frau klammerte sich wie wild am Tisch fest. Das Gesicht von ihr wurde tief rot, jede einzelne Faser schien in diesem Moment zu reißen.&lt;br /&gt;Auch Luca stieg die Angst ins Gesicht, er versuchte sich loszureißen, aber die Frau hielt ihn immer fester. Es schien, als würde die Zeit still stehen, um im nächsten Augenblick, als alles zu Ende war, vorgespult zu werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Frau saß erschöpft und eingesunken auf ihrem Stuhl.&lt;br /&gt;Luca’s Blick war starr vor Angst, die roten Haare waren nicht echt, sie trug nur eine Perücke, die nun auf dem Tisch lag.&lt;br /&gt;„Keine Angst mein Kleiner.“ sprach sie leise. Sie nahm die Haarpracht und wandte sich zum Spiegel zu, der hinter ihr auf einem Regal stand und setzte sie wieder auf.&lt;br /&gt;Die Hände von Luca waren festgekrallt in der Tischkante.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Mein Junge“ fing sie an.&lt;br /&gt;„Ich habe viel Leid gesehen. Aber all das Leben steht im Gleichgewicht. Nimmst du hier etwas weg, so wird es dort wieder dazugeben“ sprach sie wieder.&lt;br /&gt;„Es werden Dinge passieren, die du nicht verhindern kannst. Lass sie geschehen.“ Die Wahrsagerin machte eine Pause.&lt;br /&gt;„Und das, was dir fehlt, wird dich finden. Sehe die Zeichen und sei bereit, wenn du mit geschlossenen Augen sehen kannst.“&lt;br /&gt;Zuerst verstand Luca diese Worte nicht. Aber er war intelligent genug, diese Worte sich einzuprägen. Später würde alles einen Sinn ergeben dachte der kleine Junge.&lt;br /&gt;Mit der linken Hand nahm die Frau etwas aus dem Regal. Luca konnte es erst nicht richtig erkennen. Er musste seine Hand öffnen und die Frau ließ daran einen silbernen Anhänger gleiten, der an einem Lederband befestigt war. Der Anhänger hatte die Form eines zunehmenden Mondes. Sie stand auf und half dem Jungen, den Anhänger um den Hals zu binden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne ein Wort zu verlieren ging Luca raus. Am Eingang wartete schon Fred, einer der Erzieher. „Komm Luca, lass uns Heim gehen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Statt des erwarteten Donnerwetter gab es keine Strafen, keine Verbote, nichts. Noch heute fragte sich Luca, warum es so war.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/35353353-1737124450329946215?l=traumspinner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/1737124450329946215'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/1737124450329946215'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://traumspinner.blogspot.com/2007/12/kapitel-9.html' title='Kapitel 9'/><author><name>Frank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08243627556903096740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-35353353.post-115973367989053120</id><published>2006-10-01T22:14:00.000+02:00</published><updated>2007-12-28T14:17:33.551+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Traumspinner'/><title type='text'>Kapitel 8</title><content type='html'>Das fertige Bild wird Luca wohl nie vergessen. &lt;br /&gt;All das Strahlen des Gesichtes wurde eingefangen. Er blickte zu den Sternen. Er sah zu ihnen hoch. Der Mond gesellte sich schweigend dazu.&lt;br /&gt;Die Thermoskanne war leer, das Feuer war runter gebrannt. Nur noch rote Glutstücken wärmten ein wenig. Es wurde kühl. Luca zog seine abgelegte Jacke heran und steckte seinen Körper darein. Er wollte Wärme finden, doch es gelang ihm nicht. Wäre da nicht dieser eine Tag gewesen, der sich unlöschbar in seinem Leben eingebrannt hatte.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/35353353-115973367989053120?l=traumspinner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/115973367989053120'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/115973367989053120'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://traumspinner.blogspot.com/2006/10/kapitel-8.html' title='Kapitel 8'/><author><name>Frank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08243627556903096740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-35353353.post-115973364440326942</id><published>2006-10-01T22:13:00.000+02:00</published><updated>2007-12-28T14:17:33.551+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Traumspinner'/><title type='text'>Kapitel 7</title><content type='html'>Mit leuchtenden Augen gingen die beiden durch die engen Gassen der Stadt. Sie wollten es sehen, dieses Spektakel veranstaltet mit dem fahrenden Volk. Von weiten hörten sie schon das Lachen von Kindern und das Spiel der Schalmeien. Und standen sie da vor dem Eingang. Sie betraten eine andere Welt. All die 1000 Dinge, die sie beiden sahen, brachte nur ein AHHH und OOOOHH hervor. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie vergaßen, wer sie waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pascal stand mit großen Augen vor dem Feuerschlucker, der sogar ein ganzes Schwert in seinen Hals steckte. Der Junge verzog sein Gesicht und griff sich selbst an den Hals. Als der Feuerschlucker zu den beiden Jungs heran trat, lehnten beide dankend ab, das Schwert selber mal zu verschlucken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei all diesen Farben und Verrücktheiten, Luca blickte für einen Augenblick zum Himmel. Mächtige Wolken schoben sich am Horizont entlang, die Sonne kitzelte in seinen Augen. Pascal nahm seine letzten Groschen und holte für beide eine warme Brezel. &lt;br /&gt;Luca beobachtete die Menschen. Sein schweifender Blick blieb an einem Mädchen, was kaum älter war als er, hängen. Ein großer Mann saß vor ihr, ein Stift und ein Zeichenblock in der Hand. Seine Hand flog übers Blatt, er zeichnete sie. Das wollte Luca sehen. Er ging vorsichtig zu den beiden hin und stellte sich hinter dem Mann, damit er die Zeichnung besser erkennen konnte. Zwischen dem Zeichenblock und dem Arm des Mannes konnte er sie erkennen. Sie strahlte über alles, selbst Luca konnte nicht anders. Er musste mitlächeln. Er sah die vielen Sommersprossen in ihrem Gesicht, doch was war das? Auf der Zeichnung fehlten sie! Unglaublich! Er zog am Ärmel des Mannes. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Junger Mann“ der Mann sprach eine seltsame Sprache, die Luca vorher noch nicht gehört hatte. &lt;br /&gt;„Die Sommersprossen kommen noch, habe Geduld.“&lt;br /&gt;Der Mann konzentrierte sich auf seine Aufgabe. Und das Mädchen – noch nie hatte er soviel Glück und Freunde bei einem Menschen gesehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch lange blieb der kleine Luca stehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/35353353-115973364440326942?l=traumspinner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/115973364440326942'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/115973364440326942'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://traumspinner.blogspot.com/2006/10/kapitel-7.html' title='Kapitel 7'/><author><name>Frank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08243627556903096740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-35353353.post-115973353154415625</id><published>2006-10-01T22:11:00.000+02:00</published><updated>2007-12-28T14:17:33.551+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Traumspinner'/><title type='text'>Kapitel 6</title><content type='html'>Vor Jahren war es passiert, Luca lachte leise vor sich hin, halb vor Unglauben, halb vor Faszination von dem, was damals passierte. &lt;br /&gt;Als er klein war, lebte er in einem Waisenhaus am Rande einer kleinen Stadt. Es war sehr trostlos, obwohl sich die Erzieher mit den Kindern immer viel Mühe gegeben haben. Aber Luca spürte, dass es nur ein Job war, den sie ausübten, es waren eben nicht seine Eltern. Zu dieser Zeit, er war vielleicht 6 Jahre, sah er bei einem Spaziergang ein mannshohes Plakat. Gaukler und Spielleute fanden sich auf dem Marktplatz ein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luca goss sich noch etwas Kaffee ein und legte trocknendes Feuerholz in die Flammen.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Er bat die Erzieher darum, dass sie hingehen konnten. Sie verneinten. Mit traurigem Blick trottete er mit den anderen zum Heim zurück. Pascal, einer seiner wenigen Freunde, tippte ihn auf die Schultern. Luca sah das Leuchten in den Augen seines Freundes.&lt;br /&gt;„Ich habe einen Plan“ zischte er leise zu Luca hin. Verwundert und doch überrascht schwiegen die beiden Jungs den ganzen Weg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im großen Spielraum des Heimes waren zur Westseite die Waschräume angebaut worden. Die Erzieher achteten peinlich darauf, dass die Jungen und Mädchen immer wieder kamen, doch heute war etwas anders. Im Garten des Heimes schoss wie aus dem Springbrunnen eine Wasserfontäne hervor. Alle Kinder juchzten und schrieen vor Freude. Die große Menge lief raus, die Kinder rissen sich die Sachen von den Leibern und vergaßen für einen Moment ihr trauriges und einsames Schicksal. Sie spielten, rannten voller Freude an diesem Spätsommertag durch das Wasser. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fred, einer der Erzieher, wollte einschreiten und die Kinder zurück in das Haus holen, doch Luca nahm seine Hand und hielt hin sanft aber doch mit Bestimmtheit fest. Fragend sah Fred den kleinen Luca an, der ohne Worte leicht mit dem Kopf schüttelte. Bitte lass uns heute hier spielen und alles andere vergessen, bitte …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur Pascal stand in der Ecke und grinste. Immer mehr Erzieher kamen runter, diskutierten leise, griffen aber nicht ein. Sie setzten sich auf die Treppe, die zum Garten führte. Luca blickte endlich zu seinem Freund hin, der mit einer leichten, kaum zu sehenden Armbewegung in Richtung Waschräume zeigte. Beide verstanden einander und liefen in den Raum. Keiner der Erzieher vermisste sie und das Abenteuer ihres Lebens konnte beginnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Fenster war schnell geöffnet, der Weg in die Freiheit wurde nur noch von einem halbhohen Holzzaun versperrt. Beim Herüberklettern riss sich Luca an der linken Hand die Haut auf. Er bemerkte es nicht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/35353353-115973353154415625?l=traumspinner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/115973353154415625'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/115973353154415625'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://traumspinner.blogspot.com/2006/10/kapitel-6.html' title='Kapitel 6'/><author><name>Frank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08243627556903096740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-35353353.post-115973343545107619</id><published>2006-10-01T22:10:00.000+02:00</published><updated>2007-12-28T14:17:33.551+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Traumspinner'/><title type='text'>Kapitel 5</title><content type='html'>Die Aufräumarbeiten gingen schnell voran. Die Stromgeneratoren liefen wieder, das Wasser aus den Schächten konnte wieder abgesaugt werden. Die Sterne zogen auf, als Luca die beiden Mitarbeiter zum Essenstisch bat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wir machen morgen weiter. Für heute ist es genug.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Laura kam auch aus der Stadt wieder, in ihren Taschen glänzten halbverdeckte Kronkorken verschiedenster Sorten Bier. &lt;br /&gt;„Ich wusste ja nicht, was ihr trinkt“ sprach Laura, stellte das Fahrrad zur Seite und setzte sich an den frisch gedeckten Tisch. Das Brot, was Laura mitgebracht hatte, duftete einfach herrlich, es war sogar noch warm. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem Abendbrot sprachen sie noch eine Weile über dieses merkwürdige Wetter und auf die eigentliche Freude: auf den morgigen Tag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Yannis und Laura verabschiedeten sich und gingen in ihre Zelte. Luca saß noch eine Weile am Feuer und sah in die Sterne. Er liebte seine Arbeit, aber Träumen konnte er nur von ihr. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wo bist du nur“ fragte er leise vor sich hin. &lt;br /&gt;Da war es wieder, dieses Gefühl, was er nicht loswerden konnte.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/35353353-115973343545107619?l=traumspinner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/115973343545107619'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/115973343545107619'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://traumspinner.blogspot.com/2006/10/kapitel-5.html' title='Kapitel 5'/><author><name>Frank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08243627556903096740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-35353353.post-115973216716894017</id><published>2006-10-01T21:48:00.000+02:00</published><updated>2007-12-28T14:17:33.552+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Traumspinner'/><title type='text'>Kapitel 4</title><content type='html'>In den Sitzen seines schwarzen japanischen Coupes hatten sich kleine Pfützen voller Wasser gesammelt. Luca nahm beide Hände, schöpfte das Wasser ab und spritze es sich mitten ins Gesicht.&lt;br /&gt;Yannis stand mit Hilfe von Laura auf. Er schüttelte schweigend den Kopf, ging aber dann doch zu Luca. Völlig mitgenommen ließ er sich am hinteren Radkasten des Sportwagens nieder, einige Tropfen des Wassers landeten auch in seinem Gesicht. Yannis musste lächeln. Luca öffnete wieder die Augen. Seine Hände umklammerten die halbausgeklappten Fenster seines Wagens. Auch er lächelte und setze sich. Er konnte einfach nicht anders. Laura, noch völlig bleich im Gesicht von dem gerade Erlebten setzte sich in die Mitte. Sie wühlte in der Jackentasche nach einer alten Schachtel Zigaretten, ihre zitternden Finger schafften es aber kaum, eine Zigarette aus der Schachtel herauszubekommen. Luca nahm ihr das Feuerzeug ab und gab ihr - ganz wie ein Gentleman - Feuer. Sie schaffte nicht mal ganz einen Zug, als sich Luca den Glimmstängel nahm und selber dran zog.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Was ist hier gerade passiert?“ fragte Luca, sein Blick blieb am Grabungszelt hängen. Die anderen Beiden zuckten nur ahnungslos mit den Schultern, vermieden es aber sich anzusehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luca fasste sich als erstes, stand auf und begann aufzuräumen. Es war seine Art, das eben Geschehene zu verarbeiten. Aber machte er das überhaupt? Luca war eher der typisch, klassische Fall für Psychoanalytiker: Er verdrängte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Laura, hast du den Rücken gesehen?“ Yannis zeigte mit der Hand in Richtung Luca, der gerade die Bergsteigermontur überprüfte. &lt;br /&gt;„Die Narben … ich habe so etwas mal im Fernsehen gesehen.“ erzählte Laura. Sie konnte aber sich nicht mehr genau dran erinnern, ob was ging. Beide waren sich aber einig, dass ihr Chef eine Menge Geheimnisse mit sich rum trug. &lt;br /&gt;„Die Laudatio zur Preisverleihung der Herman-Friedrich-Medaille, die er letztes Jahr bekommen hatte, war sehr aufschlussreich. Hast du ihn mal über seine Vergangenheit sprechen hören?“ wollte Laura von Yannis wissen.&lt;br /&gt;Yannis, der nun selber eine Zigarette rauchte, verneinte.&lt;br /&gt;„Er kennt nur seine Arbeit. Ab und zu ließt er ein Buch, gehört habe ich, dass Luca ein wunderbarer Koch ist. Seine Qualitäten in der zeichnerischen Darstellung von Funden war hervorragend.“ Sprach Laura leise.&lt;br /&gt;„Aber wer ist Luca eigentlich?“ unterbrach er Laura.&lt;br /&gt;„Seine Biographie glich die von Oliver Twist: armer Junge, beide Eltern verloren, kommt ins Heim, schwere Kindheit, fängt sich, macht gutes Abitur. Studiert, mach gleichzeitig zwei Abschlüsse und …“ Yannis unterbrach, als Luca wieder zu den beiden zurück kam. &lt;br /&gt;„Er diente …“ sprach Luca weiter „ … seinem Vaterland und schwor bis aufs Blut, sein Land zu verteidigen“ Laura und Yannis sahen sich beide an.&lt;br /&gt;„Ich wusste nicht, dass du beim Bund warst “ stammelte Yannis leicht verlegen.&lt;br /&gt;„Du weißt vieles nicht, aber wenn du es wirklich wissen willst, dann stell die richtigen Fragen.“ Yannis kannte diesen Blick von Luca. Er ging jedesmal bis auf die Knochen. Dieser Blick konnte durchdringen, man hatte keine Chance zu entfliehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Woher kommen die Narben?“ wollte Laura wissen, als sie wieder aufstand und ihren Arbeitsoverall vom Dreck befreite. &lt;br /&gt;Luca nahm die flache Hand und schlug vorsichtig auf ihren Hinterkopf.&lt;br /&gt;„Auu, das habe ich jetzt nicht verdient“ gab sie kleinlaut von sich.&lt;br /&gt;„Konzentriere dich auf das Wesentliche und … besorg für heute Abend etwas vernünftiges zu trinken“ Luca lächelte wieder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Yannis stand auf und ging zum Wagen, aus seiner Tasche holte er sich die Ersatzbrille. Er blickte zum Horizont, in der Ferne hörte man das TaaTüüüTaTaaa der Freiwilligen Feuerwehr. Knapp einen Kilometer Weiterweg erhob sich eine Rauchsäule aus einem kleinen Wäldchen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese seltsamen lautlosen Blitze – dachte Luca.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/35353353-115973216716894017?l=traumspinner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/115973216716894017'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/115973216716894017'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://traumspinner.blogspot.com/2006/10/kapitel-4.html' title='Kapitel 4'/><author><name>Frank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08243627556903096740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-35353353.post-115973204106038988</id><published>2006-10-01T21:46:00.000+02:00</published><updated>2007-12-28T14:17:33.552+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Traumspinner'/><title type='text'>Kapitel 3</title><content type='html'>Luca sah, wie die Zeltplanen im Wind flatterten. &lt;br /&gt;„Wir müssen das Gelände erstmal sichern“ schrie Luca seinen wissenschaftlichen Mitarbeiter Yannis an. Der junge Mann drehte sich um und bemerkte wie sein Chef auf ihn zu rannte. Beide gaben sich im Laufen die Hand, nickten sich zu, ohne mit Worte das weitere Vorgehen zu besprechen. Yannis öffnete die Seitentür des Bullies, holte mehrere Karabinerharken und Seil heraus. Lucas strafte die Sicherungen der Wetterplane, die über die Ausgrabungsstätte gespannt worden ist. In dem überdachten Loch stand eine Leiter, die zur eigentlichen Grabungsstätte führte. Mehrere Stromkabel fielen in die Dunkelheit des Abgrundes. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ist Laura noch unten?“ wollte Luca wissen.&lt;br /&gt;Yannis antwortete nicht, er hielt nur seinen Daumen nach oben, was so viel wie ja bedeutete. Mit einem Satz sprang Luca zum Rand und rief den Namen der Studentin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ruhe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Flattern der Zelte hörte auf. &lt;br /&gt;Das Brüllen des Sturmes verstummte schlagartig.&lt;br /&gt;Die Bäume richteten sich wieder auf. Die Blätter, noch eben vom Wind getragen, fielen zu Boden. Yannis, der sich mit aller Kraft an einem Seil festhielt, um den Hauptträger des Zeltes zu sichern, landete im Dreck. &lt;br /&gt;Das Brillenglas zerprang nicht beim Aufschlag, sondern erst Sekunden später.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dunkelste Wolken kreisten über die Ebene &lt;br /&gt;Blitze zuckten lautlos in die Felder, trafen Bäume, die in einem violetten Feuerwerk explodierten. &lt;br /&gt;Doch die Blitze wisperten nur leise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luca verlor das Gleichgewicht. Sein Bewusstsein glitt weg. Er sank auf die Knie. Was passiert hier … waren die letzten Gedanken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles verschwamm vor seinen Augen. In weiter Ferne hörte er eine Stimme, eine Frauenstimme. Luca versuchte, sie zu verstehen, aber er konnte es nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seine Hand glitt in das Gras. Er musste sich abstürzen; mit Erstauen stellte er fest, dass er wieder wach war. Seine Augen, vorher sprangen die Pupillen wie wild von der einen zur anderen Seite, fingen sich wieder, Lucas blinzelte in den Himmel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sonne schien, der Wolkenwirbel, der eben noch über alles thronte, löste sich ins Nichts auf. Doch was war da noch am Himmel zu sehen. Er traute seinen Augen nicht. Es war der Mond, der neben der Sonne stand. Doch er sah anders aus, wie Luca ihn eigentlich aus der Nacht kannte, oder wenn man morgens den Mond sehen konnte. Er war blutrot …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Erstes sah er wieder das Gesicht von Yannis, der vor ihn stand und … auf Luca einredete. Doch Luca hörte nichts, er sah wieder und wieder zur Sonne, die den Mond berührte. Es muß wohl der leicht verwirrte Blick gewesen sein, der Yannis veranlasste, Luca in die Realität zurück zu holen. Yannis meinte es wirklich gut, als er die Hand ob, um Luca mitten ins Gesicht zu schlagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesen Augenblick saugte sich die Realität in Luca wieder fest, seine Sinne und Instinkte waren wieder einsatzfähig, welche auf die drohende Gefahr, die die Hand von Yannis nun mal darstelle, reagierte. Ohne großes Zutun funktionierte Luca nur noch, seine Atmung wurde schlagartig unterbrochen, sein linker Arm schoss in die Höhe, blockte die ankommende Hand, sein rechter Fuß riss den vermeintlichen Angreifer aus seiner so sicher gefühlten Angriffsposition. Yannis wusste nicht mehr, wie ihm geschah und versuchte sich nur noch festzuhalten und riss das Hemd von Luca mit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luca’s Muskeln spannten sich an, um die Gefahrenquelle endgültig auszuschalten, die rechte Hand setzte zum Schlag an, die Finger verkrümmten sich und Luca zog die Hand nach hinten  …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Laura, die inzwischen aus der Grabungshöhle hervorgekommen war, schrie als sie diese Szene vor sich sah …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luca sah Laura an, dann ließ er von Yannis ab. &lt;br /&gt;Sein Körper, seine Muskeln erschlafften, fast zusammengesunken drehte er sich um und ging.&lt;br /&gt;Mit aufgerissenem Mund sah Laura den freiliegenden Rücken ihres Chefs, er war übersät von Narben, die keinen natürlichen Ursprung hatten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/35353353-115973204106038988?l=traumspinner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/115973204106038988'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/115973204106038988'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://traumspinner.blogspot.com/2006/10/kapitel-3.html' title='Kapitel 3'/><author><name>Frank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08243627556903096740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-35353353.post-115973187829296930</id><published>2006-10-01T21:44:00.000+02:00</published><updated>2007-12-28T14:17:33.552+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Traumspinner'/><title type='text'>Kapitel 2</title><content type='html'>Seine Gedanken waren nun wieder bei seiner Arbeit, die Träume blieben an diesem Platz. Seine Gedanken spielten immer wieder die gleichen Szenen durch, die er in den letzten Monaten erlebt hatte. Durch einen Zufall hat Luca in der Bibliothek zu  Wolfenbüttel einen unglaublichen Fund gemacht: Es war das Tagebuch einer jungen Frau gewesen. Der Bibliothekar schüttelte den Kopf, als Luca das Buch haben wollte. Billige Fälschung aus dem 19. Jahrhundert, meinte der Mann noch im Vorbeigehen. Das Buch musste mit Handschuhen gelesen werden. Die kleine Leselampe auf dem Schreibtisch in der Ecke leuchtete nur schwach. Luca legte das Buch wie einen kleinen Schatz auf das edle Holz des Schreibtischs. Mit äußerster Vorsicht öffnete er die Lederschlinge des Buches. Regen trommelte an die Fensterscheibe des Leseraumes. Aber als schien sich zu verlieren, Luca betrat als Fremder eine neue Welt, die schon lange versunken schien …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Wind wurde stärker, Luca’s Schrittgeschwindigkeit nahm zu. Mit Sorge betrachtete er seine so geliebten Wolken. Hey, ihr seid der Grund, dass ich träumen konnte, bitte seit fair und lasst mich meinen Job tun, nur dieses einmal. Die Sonne verschwand hinter einer dicken Wolke. Sofort spürte er die Kühle des Tages. Einige Böen drückten die vollhängenden Apfelbäume nieder, Luca nahm diese Erscheinungen nur noch am Rande war. In der Ferne konnte er die Zelte der Grabungsstätte sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich habe dich gefunden und kannst dich nicht mehr verstecken“ murmelte Luca.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Farbe der Wolken wurden dunkler, die Sonne versucht mit aller Macht die Wolken festzuhalten, die Strahlen klammerten diesen überdimensionierten Wattebausch fest. Es war aber nur noch eine Frage der Zeit, denn andere dunkle Wolken, die kilometerhoch getürmt waren, schoben nach.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/35353353-115973187829296930?l=traumspinner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/115973187829296930'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/115973187829296930'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://traumspinner.blogspot.com/2006/10/kapitel-2.html' title='Kapitel 2'/><author><name>Frank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08243627556903096740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-35353353.post-115973062539665721</id><published>2006-10-01T21:07:00.000+02:00</published><updated>2007-12-28T14:17:23.696+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Traumspinner'/><title type='text'>Kapitel 1</title><content type='html'>Staub bedeckte die Straße. Kein Wunder, dass die Schuhe von Luca so dreckig waren. Aber es war ihm egal. Sein Weg führte ihn an einem Feldweg entlang. Es war ein herrlicher Spätsommertag. Der Himmel war übersät mit weißen Linien, die die Flugzeuge in großer Höhe zeichneten. Der warme Wind zog leise um die Nase. Luca genoss es immer wieder, hier lang zu gehen. Für einen Moment schloss er die Augen, seine Haare bewegten sich im Takt des Windes. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war Anfang Oktober, das Thermometer meinte aber immer wieder, es müsse die Wärme aus lauen Sommertagen voraussagen. Die Bäume verspürten keine Lust, ihre Blätter abzuwerfen, obwohl die unteren Reihen schon deutlich gelbe Farbtöne zu sehen waren. Luca bog ab und setzte sich an den Wegesrand hin. Er hatte Zeit, soviel Zeit, denn er bestimmte über sein Leben. Ein Gefühl, das Luca soviel bedeutete. In der Ferne hörte er Traktoren, die damit beschäftigt waren, die Maisernte einzufahren. Unwillkürlich oder doch bewusst, er lächelte.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Es gab eine Zeit in Luca’s Leben, wo er nicht wusste, ob er am Abend die Sonne untergehen sehen durfte. Diese Zeit, sie war düster, tief eingegraben die Erlebnisse aus diesen Tagen. Niemals wieder wollte er diese Zweifel und Ohnmacht spüren, die ihn bis ins Mark erschütterte. Er war dankbar, dass er Entscheidungen, die er getroffen hatte, korrigieren konnte. Das passiert wohl nur einmal im Leben, dass man diese Chance hat, glaubte er. Doch das Schicksal schwieg und lächelte …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wolken zogen über Luca hinweg. Seine Augen folgten den Rändern dieser Wolken, sein Geist versuchte immer wieder, diese Formen mit irdischen Dingen zu vergleichen. Hier eine riesengroße Nase, dort ein kleiner Baum. An der Seite, in nordöstlicher Richtung, war ein Scharf. &lt;br /&gt;Seinen Träumen wurde unterbrochen, als es in seiner Hosentasche vibrierte. Leicht verwirrt wühlte seine Hand das Handy heraus. Mit zwei Klicks hob er die Tastensperre auf und das Display zeigte ihm, dass er gerade eine SMS empfangen hatte. Sein Kopf erhob sich und suchte dem Horizont nach einem Funkmast ab. Er schüttelte den Kopf, und begann zu lesen: GRABPLATTE IST FREIGELEGT, BITTE KOMM SOFORT. ES IST UNGLAUBLICH! Kann das sein, fragte sich Luca halblaut. Schnell steckte er sein Handy ein, zog die Tasche an sich ran und stellte sich auf die Füße.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/35353353-115973062539665721?l=traumspinner.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/115973062539665721'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/35353353/posts/default/115973062539665721'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://traumspinner.blogspot.com/2006/10/kapitel-1.html' title='Kapitel 1'/><author><name>Frank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08243627556903096740</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry></feed>
